Am Sonntag war es so weit- die Volleyballerinnen der Gfl Hannover starteten mit einem Heimspiel in die neue Saison der Regionalliga Nordwest. Beim ersten Heimspiel erwartete die Mannschaft um Trainer Julian Huxhage direkt die erste große Herausforderung: Mit dem Turn-Klubb zu Hannover kam nicht nur der unmittelbare Stadtkonkurrent in die Freie Waldorfschule am Maschsee, sondern mit ihm auch noch dutzende Fans zum Anfeuern.
Diese sahen zunächst ein ausgeglichenes Spiel - nach einem verschlafenen Start der Gastgeberinnen kämpften sich diese mit guten Aufschlägen zurück und gingen zur Mitte des Satzes in Führung. Genau wie die Heimmannschaft setzten aber auch die Gäste vom Turn-Klubb die gegnerische Annahme immer wieder unter Druck und zwangen Zuspielerin Sina König so zum Spiel über die Außenpositionen. Gegen den dort positionierten Doppelblock der Gegnerinnen taten sich die Angreiferinnen der Heimmannschaft zunehmend schwer, sodass der TKH mit 23:25 den ersten Satz für sich entscheiden konnte.
In Satz zwei lieferten die beiden Teams den knapp über hundert Zuschauenden nun einen wahren Volleyball-Krimi: Wieder einmal war es zunächst der Aufschlag, der das Spiel dominierte. Die Annahme der Gäste mit dem wohl kürzesten Anfahrtsweg der Liga fiel komplett auseinander, sodass der Satz beim zwischenzeitigen Stand von 20:5 aus Sicht der Gfl entschieden schien. TKH-Coach Widderich wechselte daraufhin fast die komplette Startsechs, die in Satz eins noch so erfolgreich war, aus und gab so den entscheidenden Impuls zur Aufholjagd. Mit einem neuen Spielstil konfrontiert waren es nun die Gastgeberinnen, die keinen Ball mehr auf den Boden brachten. Beim Stand von 24:24 kippte das Momentum in Richtung des Rivalen aus der Südstadt und so richtig glaubte keine mehr an den 1:1-Ausgleich. Letztendlich setzte wieder einmal mehr der Aufschlag den wichtigen Akzent und die Gfl zitterte sich in 33 Minuten zum 26:24 Satzgewinn durch.
Sichtlich ausgelaugt von der langen Aufholjagd mit dem besseren Ende für den Gegner wurde der TKH der Gfl im weiteren Spielverlauf nicht noch einmal gefährlich. Nach einem deutlichen dritten Satz (25:15) merkten auch die gegnerischen Fans, dass die Gfl den Sieg nicht mehr hergeben würde. Die Annahme stabilisierte sich, das Spiel über die Mitte setzte neue Impulse und auch über die Außenpositionen fanden sich immer wieder schlaue Lösungen statt harter Angriffe.
Nach insgesamt 110 Minuten hieß es am Ende verdient 3:1 für die Gfl Hannover, die damit die ersten drei Punkte der Saison an den Maschsee holt.
Kommenden Samstag steht mit dem TUSPO Weende die erste Aufwärtsfahrt der Hannoveranerinnen an – 20 Uhr ist Anpfiff in Göttingen um die nächsten drei Punkte.
(Mathilda)